Verfahren und Vorrichtung zum Richten von Holzlamellen

申请号 EP93116315.8 申请日 1993-10-08 公开(公告)号 EP0592957B1 公开(公告)日 1996-04-10
申请人 Gebrüder Linck, Maschinenfabrik "Gatterlinck" GmbH & Co.KG; 发明人 ;
摘要
权利要求 Verfahren zum Richten von Holzlamellen (1) und ähnlichen Brettern, insbesondere von durch spanloses Abtrennen von einem Kantholz hergestellten Parkettlamellen, wobei die Holzlamellen (1) mindestens zwei entgegengesetzte Biegezonen durchlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzlamellen (1) im erwärmten Zustand einen aus mehreren entgegengesetzt wirkenden Biegezonen bestehenden wellenförmigen Durchlaufkanal (2) durchlaufen und anschließend in einer Preßstrecke (3) zwischen ebenen Preßflächen gepreßt und gekühlt werden.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinanderfolgenden Biegevorgänge in den Biegezonen mit angenähert gleichbleibendem Biegewinkel ausgeführt werden.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinanderfolgenden Biegevorgänge in den Biegezonen mit in Durchlaufrichtung abnehmendem Biegewinkel ausgeführt werden.Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-3 mit mindestens zwei von den Holzlamellen nacheinander durchlaufenden Biegezonen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Reihen von Biegewalzen (4) im Abstand übereinander angeordnet sind, die zwischen sich einen von den Holzlamellen (1) in Längsrichtung durchlaufenen, mindestens in seinem Anfangsabschnitt wellenförmigen Durchlaufkanal (5) bilden, dem eine Preßstrecke (3, 3') mit einer Kühleinrichtung (13, 13') nachgeordnet ist.Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufkanal (5) an seiner Oberseite und seiner Unterseite jeweils von einem Führungsband (6, 7) begrenzt wird, an dem jeweils die Biegewalzen (4) anliegen.Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Durchlaufkanal eine von den Holzlamellen (1) durchlaufene Heizeinrichtung angeordnet ist.Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Durchlaufkanal nachgeordnete Preßstrecke (3) ein oberes und ein unteres, endlos umlaufendes Preßband (10 bzw. 11) aufweist, zwischen denen die Holzlamellen (1) gepreßt werden.Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstrecke (3) quer zur Durchlaufrichtung des wellenförmigen Durchlaufkanals (2) angeordnet ist.Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstrecke (3') von einer geradlinigen Verlängerung des Durchlaufkanals gebildet wird.Vorrichtung nach Ansprüchen 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühleinrichtung (13, 13') innerhalb der beiden Preßbänder (10 bzw. 11) bzw. der beiden Führungsbänder (6, 7) angeordnet ist.Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstrecke (3, 3') zwei im Abstand übereinander angeordnete ebene Preßflächen aufweist.
说明书全文

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Richten von Holzlamellen und ähnlichen Brettern, insbesondere von durch spanloses Abtrennen von einem Kantholz hergestellten Parkettlamellen, wobei die Holzlamellen mindestens zwei entgegengesetzte Biegezonen durchlaufen.

Holzlamellen, beispielsweise kurze Bretter oder Parkettlamellen, weisen insbesondere bei spanloser Herstellung eine Krümmung oder einen Drall auf. Sie müssen daher vor ihrer weiteren Verarbeitung in den meisten Fällen gerichtet werden, um diese herstellungsbedingte Krümmung bzw. den Drall zu beseitigen.

Um bei spanlos abgetrennten flachen Holzlamellen eine herstellungsbedingte Krümmung um eine sich quer zur Holzlängsrichtung erstreckende Achse zu beseitigen, ist es bekannt (DE-A-32 07 548), die Holzlamelle durch eine Biegezone laufen zu lassen, in der eine einstellbare Biegung der Holzlamelle erfolgt, um die unerwünschte Krümmung zu beseitigen. Die Biegezone weist eine auf der einen Seite der Holzlamelle angeordnete Biegewalze und einen auf der anderen Seite angeordneten, endlos umlaufenden Gurt auf.

Durch eine Verstellung der Biegewalze muß der sich in der Biegezone ergebende Biegewinkel der Holzlamelle jeweils so eingestellt werden, daß die dadurch bedingte bleibende Verformung der Holzlamelle gerade die zu beseitigende Krümmung kompensiert. Daher ist in jedem Einzelfall eine gesonderte Einstellung erforderlich.

Ein durch das spanlose Abtrennen der Holzlamelle von einem Kantholz durch ein schrägstehendes Messer verursachter Drall der Holzlamelle kann mit dieser bekannten Vorrichtung nicht ausgeglichen werden. Hierfür sind Vorrichtungen zum Drehrichten von Holzlamellen bekannt (DE-AX-37 01 127), bei denen die Holzlamellen einen mit einem Längsdrall versehenen Brettführungskanal in Längsrichtung durchlaufen. Auch hierbei muß die Einstellung des Brettführungskanals so erfolgen, daß die dadurch verursachte bleibende Verformung der Holzlamelle gerade den herstellungsbedingten Drall kompensiert. Dies bedingt einen verhältnismäßig komplizierten Aufbau der Vorrichtung und macht eine gesonderte Einstellung auf jeden Einzelfall erforderlich.

Bei einer bekannten Vorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen (WO/88/00517) durchlaufen die spanlos von einem Kantholz abgetrennten Holzlamellen nach dem Durchlaufen einer Heizeinrichtung zwei hintereinander angeordnete Biegezonen, in denen die Holzlamellen nacheinander in entgegengesetzten Richtungen gebogen werden. Dieses Biegen erfolgt nur, um die zunächst parallel und im Abstand zueinander verlaufenden Holzlamellen wieder zu einem einheitlichen Strang zusammenzuführen. Als solcher Strang werden die beiden Holzlamellen in einer anschließenden Durchlaufpresse miteinander verleimt. Erst durch dieses Verleimen der Holzlamellen, die noch entgegengesetzt gerichtete Krümmungen aufweisen können, werden diese Krümmungen beseitigt. Für viele Anwendungsfälle, insbesondere auch zur Herstellung von Parkettlamellen, ist ein solches Verleimen von zwei Holzlamellen unerwünscht bzw. überflüssig und würde daher einen zu großen Arbeitsaufwand darstellen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren der eingangs genannten Art sowie eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung anzugeben, womit ein zuverlässiges Geradrichten von Holzlamellen, insbesondere spanlos hergestellten Parkettlamellen, ermöglicht wird, ohne daß eine Verleimung von entgegengesetzt gekrümmten Holzlamellen erforderlich ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Holzlamellen im erwärmten Zustand einen aus mehreren entgegengesetzt wirkenden Biegezonen bestehenden wellenförmigen Durchlaufkanal durchlaufen und anschließend in einer Preßstrecke zwischen ebenen Preßflächen gepreßt und gekühlt werden.

Beim Durchlaufen ders wellenförmigen Durchlaufkanals werden alle vorher bestehenden herstellungsbedingten Verformungen beseitigt. Da dieser Wechselbiegevorgang im erwärmten Zustand erfolgt, ist das Holz verhältnismäßig leicht verformbar. Die bei der Abkühlung eintretende Verfestigung des Holzes sorgt dafür, daß das Holz in einem ebenen Zustand bleibt, wie es der wellenförmige Durchlaufkanal zuläßt. Eine gesonderte Einstellung auf unterschiedliche Ausgangsformen der Hozlamellen ist nicht erforderlich. Die gewünschte ebene Form der Holzlamellen wird unabhängig von dem Ausgangszustand erreicht.

Die aufeinanderfolgenden Biegevorgänge in dem wellenförmigen Durchlaufkanal können mit angenähert gleichem Biegewinkel ausgeführt werden. Vorzugsweise werden die in dem wellenförmigen Durchlaufkanal ausgeführten einzelnen aufeinanderfolgenden Biegevorgänge mit in Durchlaufrichtung abnehmendem Biegewinkel ausgeführt. Die zu Anfang des wellenförmigen Durchlaufkanals verhältnismäßig starke Wechselbiegung beseitigt zunächst die ursprüngliche Verformung der Holzlamelle; die danach abklingenden Wechselbiegevorgänge führen die Holzlamelle in den ebenen Zustand, den sie in der Preßstrecke einnimmt. Damit wird erreicht, daß beim Preßvorgang keine oder höchstens noch eine sehr geringe Verformung der Holzlamelle beseitigt werden muß. Deshalb besteht keine Gefahr, daß die Holzlamelle nach Beendigung des Preßvorgangs noch einen Anteil von elastischer Verformung aufweist, der sich in einer Formänderung nach Beendigung des Preßvorgangs äußern würde.

Eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Reihen von Biegewalzen im Abstand übereinander angeordnet sind, die zwischen sich einen von den Holzlamellen in Längsrichtung durchlaufenen, mindestens in seinem Anfangsabschnitt wellenförmigen Durchlaufkanal bilden, dem eine Preßstrecke mit einer Kühleinrichtung nachgeordnet ist. Damit wird in konstruktiv einfacher Weise eine Möglichkeit geschaffen, die Holzlamellen auf engem Raum in einem raschen Durchlauf den erforderlichen Wechselbiegevorgängen zu unterwerfen.

Zweckmäßigerweise wird der Durchlaufkanal an seiner Oberseite und seiner Unterseite durch ein Führungsband begrenzt, an dem jeweils die Biegewalzen anliegen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:

  • Fig. 1 eine vereinfachte Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Richten von Holzlamellen,
  • Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1,
  • Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1 und
  • Fig. 4 in einer Ansicht ähnlich der Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform, bei der die Preßstrecke in geradliniger Fortsetzung der Wechselbiegestrecke verläuft.

Die in den Fig. 1 - 3 dargestellte Vorrichtung dient zum Richten von Parkettlamellen 1, die durch spanloses Abtrennen von einem Kantholz hergestellt wurden. Die Parkettlamellen 1 durchlaufen im erwärmten Zustand in ihrer Längsrichtung eine Wechselbiegestrecke 2.

Wie man aus Fig. 3 in Einzelheiten erkennt, weist die Wechselbiegestrecke 2 zwei Reihen von Biegewalzen 4 auf. Die beiden Reihen sind derart im Abstand übereinander angeordnet, daß sie zwischen sich einen von den Holzlamellen 1 in Längsrichtung durchlaufenen Durchlaufkanal 5 bilden. Der Durchlaufkanal 5 wird an seiner Oberseite und an seiner Unterseite jeweils von einem Führungsband 6 bzw. 7 begrenzt, an dem die Biegewalzen 4 anliegen. Die beiden Führungsbänder 6 und 7 sind als endlos umlaufende Bänder, vorzugsweise Stahlbänder ausgeführt, die angetrieben werden. Hierzu sind vorzugsweise die Umlenkwalzen 8, 9 angetrieben.

Wie man aus Fig. 3 erkennt, sind die Biegewalzen 4 jeder Reihe jeweils so versetzt zu den beiden benachbarten Biegewalzen 4 der anderen Reihe angeordnet, daß der Durchlaufkanal 5 einen wellenförmigen Verlauf hat. Die Biegewalzen 4 der beiden Reihen sind so angeordnet, daß der Abstand zwischen den beiden Walzenreihen geringer ist als die sich aus der Dicke der beiden Führungsbänder 6, 7 und der Dicke der Holzlamellen 1 ergebende Gesamtdicke.

Die den Durchlaufkanal 5 durchlaufenden Holzlamellen 6 werden dadurch an jeder der aufeinanderfolgenden oberen und unteren Biegewalzen 4 einer Biegung in jeweils entgegengesetzter Richtung unterworfen. Dieser Vorgang wird in diesem Zusammenhang als "Wechselbiegevorgang" bezeichnet.

Die Holzlamellen 1 können bereits von dem vorangegangenen Herstellungsvorgang erwärmt sein; es ist jedoch auch möglich, vor der Wechselbiegestrecke 2 eine von den Holzlamellen durchlaufene (nicht dargestellte) Heizeinrichtung anzuordnen.

Abweichend von der Darstellung nach Fig. 3 kann vorgesehen werden, daß sich der gegenseitige Abstand der beiden Reihen von Biegewalzen 4 in Durchlaufrichtung vergrößert, so daß die in der Wechselbiegestrecke 2 ausgeführten einzelnen aufeinanderfolgenden Biegevorgänge mit in Durchlaufrichtung abnehmendem Biegewinkel ausgeführt werden. Die aus der Wechselbiegestrecke 2 austretenden Holzlamellen 1 sind geradegerichtet. Sie behalten diese Form bei, da sie schon während des Richtvorgangs oder unmittelbar danach soweit abgekühlt werden, daß die im warmen Zustand verformbaren Holzinhaltsstoffe Liguin und Pektin aushärten.

Nach dem Austritt aus der Wechselbiegestrecke 2 (links in Fig. 3) können die Holzlamellen 1 danach eine Preßstrecke 3 in Querrichtung durchlaufen, wobei sie weiter gekühlt werden können (Fig. 2). Die der Wechselbiegestrecke 2 nachgeordnete Preßstrecke 3 weist ein oberes, endlos umlaufendes Preßband 10 und ein unteres endlos umlaufendes Preßband 11 auf, die angetrieben werden. Da sich die beiden die Preßstrecke 3 bildenden Preßbänder 10, 11 quer zur Durchlaufrichtung der Wechselbiegestrecke 2 erstrecken, werden die Holzlamellen 1 zwischen den beiden Preßbändern 10, 11 nebeneinanderliegend in Querrichtung gefördert und gelangen nach dem Auslaß der Preßstrecke 3 auf eine nur schematisch angedeutete Stapel- oder Transporteinrichtung 12.

Die beiden Preßbänder 10, 11 werden gegen die dazwischen aufgenommenen Holzlamellen 1 gepreßt, um diese in dem ebenen Zustand zu halten. In der Preßstrecke 3 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Kühleinrichtung 13 angeordnet, durch die die Holzlamellen 1 gekühlt werden. Wie in Fig. 2 gezeigt, befindet sich die Kühleinrichtung innerhalb der beiden Preßbänder 10, 11. Sie kühlt die vorzugsweise als Stahlbänder ausgeführten Preßbänder 10, 11 jeweils von der Rückseite. Je nach Holzart kann auch auf die Kühleinrichtung 13 verzichtet werden.

Die Länge und die Transportgeschwindigkeit der Preßbänder 10, 11 ist so auf die Durchlaufgeschwindigkeit der Holzlamellen abgestimmt, daß die Verweildauer der Holzlamellen in der Preßstrecke 3 ausreicht, um eine Verfestigung der Holzlamellen 1 in der flachgedrückten Form sicherzustellen.

Anstelle der dargestellten Anordnung der Preßstrecke 3 quer zur Wechselbiegestrecke 2 kann auch vorgesehen werden, die Preßstrecke 3' in Verlängerung der Wechselbiegestrecke 2 anzuordnen, so daß die Holzlamellen 1 dann auch die Preßstrecke 3' in Längsrichtung durchlaufen, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Die Holzlamellen 1 werden in der von einer Verlängerung der Wechselbiegestrecke 2 gebildeten Preßstrecke 3' zwischen den im Abstand übereinander angeordneten ebenen Preßflächen in die ebene Form gepreßt und können auch dort zusätzlich durch eine Kühleinrichtung 13' gekühlt werden. Anschließend werden die Holzlamellen 1 auf eine Transporteinrichtung 12' abgegeben und abtransportiert.

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